In meinem Körper ist was los!

sachbilderbuch-in-meinem-koerper-ist-was-losWer die Trickfilmserie „Es war einmal das Leben“ aus den 80er Jahren kennt, wird sich durch die Illustrationen daran erinnern. Allerhand drollige Wesen und Monster, die verschiedenste Bakterien, Viren und körpereigene Zellen darstellen, tummeln sich auf den Seiten und veranschaulichen das Wunderwerk Körper für die ganz Kleinen.

Statt einer überblicksartigen, schematischen Zeichnung vom Bau der einzelnen Organe schaut man mit einer Art Lupenblick auf stark vergrößerte Teile des Körpers. Durch den Wimmelbildcharakter gibt es auf jeder Seite allerhand zu entdecken. Der wenige Text mit einfachem Satzbau und geringer Länge ist für die Zielgruppe völlig ausreichend. Es ist sehr gut gelungen, die Abschnitte in die Bilder zu integrieren, da diese ohne Rand oder Infobox vollständig die Seiten ausfüllen. Hinter Klappen verbergen sich zusätzlich Denk- und Sprechblasen einzelner „Monster“, wobei jeweils eine Frage (z.B. Wozu ist Speichel nützlich?) und deren Antwort geschrieben steht. Beginnend beim Mund mit Zähnen, Zunge und Gaumenmandeln führt uns das Buch über die Nase mit allerhand Schleim und Rachenmandeln ins Innere des Körpers hin zu den Blutgefäßen. Auf der nächsten Seite befinden wir uns in der Lunge zwischen den Lungenbläschen. Fachbegriffe wie Flimmerhärchen, Lymphknoten, Lungenentzündung, Viren und Bakterien sind im Text enthalten und einfach, für Kinder gut verständlich erklärt. Nach dem Magen, von dem der Blick auf den Mageneingang gelenkt wird, endet das Buch mit dem Darm. Es ist unverkennbar, dass eine Medizinerin die Autorin ist, da neben der Funktion der Organe stets Krankheitssymptome wie Halsschmerzen, Niesen, Husten, Erbrechen und Durchfall zur Sprache kommen.

Fazit: Ein ansprechendes Sachbilderbuch für Kinder ab 4 Jahren, bei dem der Spagat zwischen (Fach-)Wissensvermittlung und kindlichem Verständnis gut gelungen ist.

5 Gedanken zu „In meinem Körper ist was los!“

  1. Danke für diesen Tipp. Meine Mädels sind 3 und 5. Besonders die Große möchte immer gerne wissen was in ihrem Körper los ist 🙂 Das Buch kommt schonmal auf den Wunschzettel.

    Liebe Grüße
    Ella

  2. Hallo liebe Anna 🙂

    „Es war einmal das Leben“ habe ich früher auch sehr gerne geschaut. Im Studium habe ich jetzt auch schon ab und zu wieder hineingezappt und war doch verblüfft, wie viele Fachbegriffe spielerisch vermittelt werden!

    „In meinem Körper ist was los!“ erinnert mich an das Buch „An der Leber links vorbei“, das vermittelt ebenfalls mit Zeichnungen ein erstes Bild des eigenen Körpers 🙂

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

  3. „Es war einmal das Leben“ war einfach absolut genial. Ich habe übrigens damit fürs Abi gelernt. Auf Empfehlung meiner Biolehrerin 😀

    Ich habe zwar keine Kinder, aber die Idee zu diesem Buch finde ich toll. Und die Zeichnungen sehen auf den ersten Blick auch sehr gut aus.

    Liebe Grüße,
    Lena

    1. Das ist ja lustig. Wir haben aber festgestellt, dass die medizinischen Ansichten nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand sind (nicht hier im Buch, sondern in der Trickfilmserie) und auf Impfungen haben wir eine völlig andere Sicht. Trotzdem gut.

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