König Guu von Adam Stower

König guu von Adam Stower aus dem Aladin VerlagBen ist in der Schule immer auf der Hut vor Monty und seiner Schlägergang. Als Ben auf König Guu und den Wombat trifft, hat er endlich Verbündete und mit allerhand kreativen Einfällen setzen sich die beiden zur Wehr.

Es gibt sie gar nicht selten, die etwas kleineren, zarteren Jungs, die sehr gut um die Ecken denken können, aber im Kräftemessen mit Gleichaltrigen keine Chance hätten. Ben ist so einer. Leider geht an seine Schule auch Monty, der Sohn des Bürgermeisters. Klein, dick und fies tyrannisiert Monty in Begleitung seiner großen (etwas einfältigen) Freunde zu gerne die Schwächeren. Und so wird Ben zum Meister des Versteckens, immer auf der Hut vor Monty und seiner Gang. Beinahe hätten sie ihn erwischt, als er einmal nicht aufgepasst hat. Auf seiner Flucht gelangt er in eine Sackgasse und entdeckt ein Loch im Boden, das ihn über unterirdische Gänge in den Wald führt – in den Wald von König Guu, die dort in den Bäumen lebt. Genau, ihr habt richtig gelesen. Ich habe mich nicht verschrieben.

Wer ist König Guu?

Steckbrief von König GuuKönig Guu ist ein Mädchen. Eins mit Krone und einem großen, langen Bart und einem Wombat als Haustier. Sie erinnert ein wenig an Ronja Räubertochter, denn ebenso wie diese ist sie wild und abenteuerlustig, hat das Herz an der richtigen Stelle und fürchtet sich selbst vor großen, kräftigen Kerlen nicht. Wie sich später herausstellt, ist sie außerdem überraschend wandlungsfähig, aber mehr will ich nicht verraten. Mit ausgeklügelten Ideen, auf die nur ein echter Erfindergeist kommt, stellen sich König Guu und Ben der Gang von Monty. Wird es ihnen gelingen, dass Ben endlich Ruhe vor diesem Fiesling hat?

König Guu ist in vielerlei Hinsicht eine Abwechslung unter den Kinderbüchern. Text und Comic-Illustrationen greifen hervorragend ineinander und erzählen eine abenteuerliche Geschichte, die weniger guten Lesern immer wieder Pausen verschafft.

König Guu und Ben

Es geht um Freundschaft, Mobbing und Selbstbewusstsein und damit um Themen, die immer aktuell bleiben. Mit einer Selbstverständlichkeit, die einfach nur genial ist, bricht die Figur König Guu mit gängigen Geschlechterzuschreibungen für Mädchen. Das steht allerdings im Kontrast zu den Klischees über Jungen, die mit Ben (der kluge Antiheld) , Monty (der fiese Sohn des Bürgermeisters) und dessen Freunden (die dummen Schlägertypen) überspitzt dargestellt sind und nicht aufgelöst werden. Damit ist das Buch eine gute Grundlage, um über Geschlechterstereotype zu diskutieren. Ein gelungenes, erfrischend anderes Kinderbuch!

Adam Stower: König Guu
* Aladin Verlag 2018 * 176 Seiten * gebundene Ausgabe 11,95 € [D] * ISBN 978-3-8489-2100-3 * Altersempfehlung: 7-11 Jahre *

Gewinnspiel

Hat König Guu euer Interesse geweckt? Dann habt ihr jetzt die Möglichkeit, das Buch zu gewinnen. Beantwortet dafür folgende Frage in den Kommentaren: Was kann Kindern, die in der Schule von anderen gemobbt werden, aus eurer Sicht helfen?

Teilnahmebedingungen

Die Verlosung beginnt am 29.03.2018 und endet am 04.04.2018 um 23.59 Uhr. Jeder, der unter diesem Beitrag in einem Kommentar die Gewinnspielfrage beantwortet, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und kann gewinnen. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren, Personen unter 18 Jahren benötigen das Einverständis der Erziehungsberechtigten. Es entscheidet das Los. Die Gewinner werden von mir benachrichtigt, dafür muss eine email-Adresse hinterlegt werden. Der Versand erfolgt innerhalb Deutschlands. Sollte sich der oder die GewinnerIn nicht innerhalb einer Woche bei mir melden, lose ich erneut aus. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

10 Gedanken zu „König Guu von Adam Stower“

  1. Ich denke, dass wichtigste ist, dass das Mobbing aufgedeckt wird. Nur so kann etwas dagegen getan werden. Werden die Kinder aber bedroht, wird oft geschwiegen. Daher muss jedes Kind wissen, dass es mit jeden Sorgen zu den Eltern oder dem Lehrer kommen kann und dort auch ernstgenommen wird. Dann gibt es natürlich auch Kurse zum Thema Selbstbewußtsein. Denn schon die Körpersprache und Nachdruck in der Stimme machen Kinder unangreifbarer und selbstbewußter.
    Wir lieben den Grumbuck von Adam Stower und würden uns sehr über König(in) Guu freuen.
    Liebe Grüße,
    Susanne

  2. Mobbing ist ein ernstes Thema und sollte nicht unterschätzt werden, vor allem in Zeiten der Digitalisierung. Ich bin der Ansicht, dass Kinder, die Opfer von Mobbing werden, auf jeden Fall den Rückhalt von einer Bezugsperson brauchen. Diese Person sollte Vertrauen schenken, zuhören können und das Kind psychisch aufbauen. Ein Erwachsener, z.B. die Eltern, Großeltern oder ein Lehrer können so eine Bezugsperson sein. Wichtig ist meiner Ansicht nach auch, dass die vertraute Person den Kontakt zu Menschen sucht, die helfen könnten und evtl.das Gespräch zu Eltern oder Erziehern sucht, die viel Zeit mit dem Kind verbringen und ebenfalls helfen können. Kinder, die gemobbt werden, ziehen sich oft schnell zurück. Man darf sie auf keinen Fall allein mit ihren Ängsten und Problemen lassen, muss ihnen zeigen, dass sie Hilfe bekommen und wichtige, wertvolle kleine Menschen sind.

  3. Hallo Anna,
    Ich würde:
    -Gespräch mit den Lehrern suchen;
    -Gründe finden warum das Kind gemmobt wird;
    -Lehrkraft muss mit dem gemmobten und mobbenden Kindern sprechen;
    -Die Eltern müssen auch miteinander sprechen
    -es kann in der Schule ein runder Tisch gebildet werden zum Thema „mobbing“ .
    Danke für das tolle Gewinnspiel…meine Tochter würde sich freuen über das Buch 🙂

  4. In erster Linie würde ich meine Tochter stärken, dass sie gar nicht in solche Situationen kommt. Vielleicht durch passenden Team-Sport und Bücher/Gespräche. Wenns dann schon beginnt, auf jeden Fall bei den Lehrern melden und nach Lösungen suchen…

  5. Ich kenne leider keine Fälle. Aber wenn mein Kind gemobbt werden würde, würde ich auch mit Lehrern und notfalls auch den Eltern reden.

    Einen Kurs zur Stärkung des Selbstbewusstsein (eventuell Selbstverteidigung oder so) wäre vielleicht auch sinnvoll.

    Ich hoffe wir bleiben verschont und meine Kinder helfen anderen!

  6. Das ist wirklich sehr schwierig, ich hoffe meine Kinder kommen nie in diese Lage.
    Ich denke von vornherein ist es wichtig den Kindern viel Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben, zu zeigen dass jeder Mensch anders, aber jeder Mensch wertvoll ist. Zeigen, dass die Kinder geliebt werden. Wenn es dann wirklich zum Mobbing kommt, hilft es hoffentlich mit den Beteiligten zu sprechen, Vertrauenslehrer hinzuzuziehen und zur Not die Schule zu wechseln.
    Das wünsche ich keinem Kind und keinen Eltern.
    Über das Buch würden wir uns riesig freuen.
    Liebe Grüße

  7. Guten Morgen Anna,

    eine so wichtige Frage.
    Als wichtigstes empfinde ich dabei ein schnelles Eingreifen von Personen, die nicht persönlich betroffen sind, also nicht der übliche Ansatz des
    – gehe aus dem Weg
    – suche dir eine andere Gruppe
    – bleibe freundlich und weiche aus

    Sondern ein Eingreifen einer übergeordneten Person kann die Lösung sein.

    In dem mir bekannten Fall hat erst ein schnelles Gespräch mit der Lehrerin eine Besserung gebracht, da der Aggressor (sehr gut versteckt und ohne, dass es den Lehrern aufgefallen ist) ein Kind angeht, sich ein Gruppenumfeld schaffte, das Opfer in eine Ecke zu drängen und gemeinschaftlich anzugehen. Wenn ein Kind mit Hilfe intervenierte kam einfach das nächste dran. Bis das Verhaltensmuster im ganzen Ausmaß erkannt wurde hatte die Gruppe schon so einige Kinder drangsaliert.

    Zum Glück waren die Lehrkräfte geschult worden und sind sensibilisiert.

    Und ganz ehrlich, Auslöser waren z.B. ein versehentliches Zusammenstoßen im Sportunterricht oder ein neuer Haarschnitt, eine Veränderung, wie Brille oder ähnliches. Es eskalierte mit Demonstrationen oder in einem Fall sogar mit „ich mach dich tot“ Aussagen. Und das im Grundschulalter.

    Ich würde mich sehr über das Buch freuen, da comicromane gerade hoch im Kurs stehen und ich schon so viel Gutes über König Guu gehört habe.

  8. Ich finde, dass die ganze Klasse mit Beginn der Schulzeit auf das Thema aufmerksam gemacht werden muss. Im offenen Austausch können schon die kleinsten Gefühle verbalisieren. Das wir-gefühl einer Klasse kann für den einzelnen ebenso hilfreich sein. Wie bereits erwähnt muss zwingend das Verständnis der Lehrer und Eltern da sein, um Mobbing möglichst im Keim zu ersticken. Strafen bringen da meiner Meinung nach nichts, das Bewusstsein jedes einzelnen für sich und die Empathie für die Anderen muss gestärkt werden.
    Viele Grüße Marina

  9. Hallo Anna,
    das ist eine wirklich sehr schwierige Frage, die du stellst. Ich denke, dass es wichtig ist, Mobbing präventiv zu verhindern. An der Schule meines größeren Kindes wurde dies durch gemeinsames Teambuilding mit ausgebildeten Schulpsychologen gestartet. Jetzt kommen immer weitere, kleinere Maßnahmen hinzu, die die Kinder durchs Jahr begleiten.
    Außerdem müssen Schulen dafür sorgen, dass sich Kinder ausnahmslos mit allen kleinen und großen Sorgen verstanden und ernst genommen fühlen. Denn nur dann kommen sie auch auf die Lehrer zu und reden mit ihnen.
    Danke für das tolle Gewinnspiel, ich würde mich freuen, wenn wir König Guu lesen dürften.
    Viele Grüße
    Carola

  10. Ich wurde damals selbst gemobbt. Es bekann aus nem sinnlosem Grund. Gespräche/Verweise haben leider nicht gebracht. Es war aber auch schon in der 9. Klasse. Erst ein Schulwechsel hat Ruhe gebracht.

    In kleineren Klassen würde ich zu allererst auch mit den Eltern und den Lehrern den Kontakt suchen. Außerdem versuchen mein Kind zu stärken. Z.b. mit Kampfsport, damit das Kind eimfach nur wieder mehr an sich glaubt und im körperlichen Notfall nicht unter geht.

    Wir hüpfen gern in den Lostopf.🍀.

    Glg Domi und Katja

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